Meine liebe Anita...
Als meiner Tante Margarete beim Aufräumen der Waschküche des alten Hauses meiner Großeltern eine vergilbte Zigarrenschachtel in die Hände fiel, wollte sie diese eigentlich schnell wieder weg stellen. Es stand schließlich überall so viel Zeug herum. Das Haus wurde 1908 fertig gestellt und befand sich seitdem ununterbrochen in Familienbesitz. Ein Haus voll mit Erinnerungen, voll mit Geschichte und Geschichten. Was sich aber in den hundert Jahren alles angesammelt hat, das weiß niemand.
Und nun also eine weitere Kiste mit alten Papieren. So ein paar alte Briefe; wer interessiert sich schon dafür?! Das es aber Feldpostbriefe waren, die da über 60 Jahre lang so unscheinbar im Regal gestanden hatten, das wurde ihr erst auf den zweiten Blick bewusst. Etwa 300 Feldpostbriefe, von ihren Brüdern Hans und Arthur und ihrem Mann August an meine Großmutter Anita, erzählen die Geschichte des Krieges aus der Sicht des einfachen Mannes. Dabei handelt es sich meist um meinen Großvater August, ein Renneröder Kaufmann und Gastronom aus einer konservativ-kaisertreuen Familie, welcher sich schon früh für den Nationalsozialismus und alles Militärische begeistert hatte. Welcher, trotz seines gehobenen Alters von 29 Jahren, trotz seines Gewerbes und trotz seiner bis dato drei Kinder, im Jahre 1940 zum Fronteinsatz eingezogen wurde.
Die Briefe erstrecken sich über einen Zeitraum von fast acht Jahren. Von der Vorkriegszeit aus Wehrdienst und Manöver, über den Sitzkrieg am Westwall, erste Kampfeinsätze an der Westfront, mehrere Lazarettaufenthalte, die Verlegung nach Russland und die Rückzugsgefechte auf deutschem Boden, beschreiben die Briefe vor allem auch die Wandlung im Bewusstsein des Obergefreiten August Simon. Auch wenn das wahre Ausmaß der Geschehnisse seinen Horizont zu überschreiten scheint, so erkennt er doch, daβ dieser Krieg nicht zu gewinnen ist, während die Daheim gebliebenen noch vom „Endsieg“ träumen.
Was August während des Krieges erlebte, und was er seiner Frau berichtete, wurde von Alexander Schetter im Rahmen seiner Magisterarbeit in Geschichte wissenschaftlich ausgewertet und mit den vorhandenen Fakten verglichen. Dabei war es vor allem die mit Nashorn und Jagdpanther ausgestattete Schwere-Panzerjäger-Abteilung 655, in deren Stab August Simon bis zum Kriegsende eingesetzt war, die sich in zahlreichen Gefechtsberichten wiederfinden ließ. Kombiniert mit vielen Fotos aus dem Nachlass meiner Großeltern, illustriert dieses Buch dem Leser die Wirklichkeit des Krieges mit der Hilfe bekannter Fakten und dem oft unbekannten Gefühlsleben des Landsers.
Nun suchen wir einen Verlag, der unser Buchprojekt veröffentlichen möchte.
Wir würden uns freuen, von Ihnen zu hören. Bitte verwenden Sie das Kontaktformular.
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Die Briefe erstrecken sich über einen Zeitraum von fast acht Jahren. Von der Vorkriegszeit aus Wehrdienst und Manöver, über den Sitzkrieg am Westwall, erste Kampfeinsätze an der Westfront, mehrere Lazarettaufenthalte, die Verlegung nach Russland und die Rückzugsgefechte auf deutschem Boden, beschreiben die Briefe vor allem auch die Wandlung im Bewusstsein des Obergefreiten August Simon. Auch wenn das wahre Ausmaß der Geschehnisse seinen Horizont zu überschreiten scheint, so erkennt er doch, daβ dieser Krieg nicht zu gewinnen ist, während die Daheim gebliebenen noch vom „Endsieg“ träumen.
Was August während des Krieges erlebte, und was er seiner Frau berichtete, wurde von Alexander Schetter im Rahmen seiner Magisterarbeit in Geschichte wissenschaftlich ausgewertet und mit den vorhandenen Fakten verglichen. Dabei war es vor allem die mit Nashorn und Jagdpanther ausgestattete Schwere-Panzerjäger-Abteilung 655, in deren Stab August Simon bis zum Kriegsende eingesetzt war, die sich in zahlreichen Gefechtsberichten wiederfinden ließ. Kombiniert mit vielen Fotos aus dem Nachlass meiner Großeltern, illustriert dieses Buch dem Leser die Wirklichkeit des Krieges mit der Hilfe bekannter Fakten und dem oft unbekannten Gefühlsleben des Landsers.
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